Nikotin

Nikotin ist eine ölige, klare Flüssigkeit, die wasserlöslich ist. In kleinen Mengen hat es einen stimulierenden Effekt, es fördert die Ausschüttung von Dopamin und Serotonin, was auch bei der Einnahme verschiedener Antidepressiva (z.B. Serotoninwiederaufnahmehemmer) geschieht. Dadurch, dass Nikotin die Blutgefäße verengt, steigt der Blutdruck. Außerdem kommt es zur vermehrten Ausschüttung von Adrenalin.
Zu den positiven Wirkungen zählt die Konzentrationssteigerung, sowie eine erhöhte Aufmerksamkeits- und Gedächtnisleistung.
Ob das reine Nikotin das Raucherbein, die Thrombose oder den Herzinfakt auslöst, ist bisher ungeklärt, da die Studien auf Raucher beruhen, die auch die zusätzlichen Giftstoffe des Tabaks inhaliert haben.
Früher wurde Nikotin als Pflanzenschutzmittel vorwiegend gegen Blattläuse eingesetzt, da es für die Pflanzen selbst sehr gut verträglich ist, und auch biologisch sehr gut abbaubar ist. Allerdings ist Nikotin ein Nervengift, das bei einem Milligramm pro Körpergewicht tödlich wirkt. Aufgrund dessen wurde es in den 1970er Jahren als Pflanzenschutzmittel verboten.

Unter Anderem aufgrund der kurzzeitigen Steigerung der Lernfähigkeit, hat Nikotin ein sehr hohes Suchtpotential, welches mit Kokain vergleichbar ist.
Bei der Nikotinentwöhnung ist die Substanz schon nach 72 Stunden im Gehirn nicht mehr nachweisbar, allerdings dauert es etwa drei Wochen, bis sich die Rezeptoren, an die das Nikotin andockt, wieder normalisiert haben. Deshalb kann es bei der Entwöhnung in den ersten drei Wochen zu erheblichen Stimmungsschwankungen, Gereiztheit und zu Depressionen kommen. Ich stelle mir das so vor:
Wenn ich mich beispielsweise an meinen PC setze, dann kann ich beim Einschalten noch die Lüftung deutlich hören. Nun setzt die Wirkung von Dopamin ein, welches Reize reguliert. Im Gehirn haben wir Rezeptoren, die Reize weiterleiten. Die wollen mit Dopamin gefüttert u8nd zum Schweigen gebracht werden. Wer regelmäßig geraucht hat, bei dem ist viel mehr Dopamin freigesetzt worden, als bei einem Nichtraucher. Deswegen hat auch das Gehirn mehr Rezeptoren, die gestillt werden möchten. Wenn der Raucher nun kein nikotin mehr zu sich nimmt, dann gibt es zuerst einige Rezeptoren, die ungestillt bleiben, das bedeutet, dass der frische Nichtraucher ständig die Lüftung seines PCs hört, weil noch so viele Rezeptoren nicht gestillt werden. Der Körper muss sich erst langsam umstellen, deshalb dauert der Zustand der Gereiztheit etwa 3 Wochen, obwohl die körperliche Entgiftung von Nikotin bereits nach 72 Stunden abgeschlossen ist. Die Entzugserscheinungen, wie Kopfschmerzen verschwinden mit dem Nikotin innerhalb dieser 72 Stunden.

 


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